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HUZ-Decke
Holzunterspannte Ziegeldecke
Ein neues Verfahren zur
Sanierung von alten Ziegeldecken
Die im Wohnungsbau der Nachkriegszeit häufig verwendeten Stahlsteindecken und Hohlziegeldecken erfüllen in der Regel die heutigen schalltechnischen Anforderungen nicht. Die Maßnahmen zum Trittschallschutz waren in den 1950'er Jahren meist unzulänglich (zu steife, dünne Trittschalldämmschichten und Randstreifen, dünne Estriche mit Körperschallbrücken). Infolge der geringen Masse und der Hohlräume neigen Ziegeldecken zum Dröhnverhalten. Schallmessungen an diesen Decken ergeben

  für den Luftschallschutz
für den Trittschallschutz
R’w = 48 bis 51 dB < erf R’w = 54 dB
L’n,w = 60 bis 65 dB > zul L’n,w = 53dB.

Das erfolgreiche UHB-Verfahren zur Sanierung von Holzbalkendecken hat den Erfinder auf die Idee gebracht, das gleiche Prinzip (auch) für die Sanierung leichter Massivdecken (Stahlsteindecken, aber auch sehr dünner Stahlbetondecken) anzuwenden. Diese Decken haben nur ein Flächengewicht von 250 bis 300 kg/m2 und verhalten sich im tiefen Frequenzbereich ähnlich wie Holzbalkendecken. Ein Sanierungsprojekt in Hildesheim hat ergeben, dass sich mit der Holzunterspannung ein besserer Schallschutz erzielen lässt als bei den bisher üblichen Verfahren:


  für den Luftschallschutz
für den Trittschallschutz
R’w = 56 bis 58 dB
L’n,w = 36 bis 46 dB
- je nach Maßnahme an der Deckenoberseite.

Das Grundprinzip des Verfahrens besteht darin, dass durch Unterspannen der Stahlbeton-Ziegelbalken mit schubfest verschraubten Verstärkungshölzern eine wirksame Bedämpfung der unteren Ziegelschale, d.h. ein Entdröhnen erfolgt. Der Effekt kann verglichen werden mit dem Entdröhnen von Stahlblechen durch Kunststoffbeschichtung. Die schubfeste Schrägverschraubung der Verstärkungshölzer mit den Ziegelbalken ist erst durch die Entwicklung dübelloser Schraubanker wirtschaftlich möglich geworden. Diese schneiden sich mit ihrem scharfkantigen Gewinde in den Beton- oder Ziegelmantel der vorher mit dem Kerndurchmesser erstellten Boh-rung und ermöglichen damit eine sichere dübellose Kraftübertragung.

Auszugsversuche der Schraubanker an Ziegeldecken haben gezeigt, dass die Auszugskräfte auch bei geringen Einschraubtiefen für die Übertragung der erforderlichen Schubkräfte des vorgespannten Verbundsystems vollkommen ausreichen. Die abgeminderten Auszugswerte der Schraubanker in Hohlziegeldecken müssen allerdings noch durch Zulassung festgelegt werden.


Nach dem Unterspannen wird eine federnd abgehängte Unterdecke mit Mineralwollbedämpfung montiert. Auf der Deckenoberseite kann je nach dem vorhandenen Ist-Zustand und nach Anforderung der Trittschallschutz durch einen weichfedernden Bodenbelag, einen Trockenestrich oder (eventuell nach Rückbau) durch einen neuen schwimmenden Zement- oder Gussasphaltestrich hergestellt werden.

Weitere Details erfahren Sie direkt beim Entwickler des Verfahrens.
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